Das Problem
Jeder Kastenwagen-Fahrer kennt das: Man öffnet nachts die Tür des Campervans und sieht erstmal: Nichts. Der nächste Lichtschalter ist irgendwo hinten an der Wand, aber wo genau? Nach drei Jahren mit meinem ausgebauten Kastenwagen hatte ich genug davon. Es musste eine Lösung her: Ein Lichtschalter direkt an der Schiebetür, der im Dunkeln sofort erreichbar ist und sowohl die Beleuchtung Innen, als auch außen steuern kann.
Die Ausgangslage: Zwei alte Steckdose

Beim genaueren Hinsehen entdeckte ich die perfekte Stelle: Direkt am Bettkasten neben der Schiebetür, relativ weit unten, saßen seit dem Ausbau vor ein paar Jahren zwei alte Steckdosen. Die Position war wie geschaffen für einen Schalter – nicht weit entfernt beim Öffnen der Schiebetür. Keine neuen Löcher bohren, keine Kabel durch die Wandverkleidung fummeln. Die Steckdose wollte ich aber behalten – man braucht ja immer mal Strom. Also musste eine Kombilösung her: Links die Steckdose lassen, rechts einen Vierfach-Taster integrieren.
Warum Shelly i4 DC: WLAN statt Kabelchaos


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Die erste Idee war klassisch: Kabel vom Taster zum Raspberry Pi ziehen, der bei mir die Beleuchtung steuert. Das Problem: Der Pi sitzt am anderen Ende des Kastenwagens! Das hätte bedeutet: Meterlange Kabel quer durch den ganzen Bus verlegen. Das war keine Option.
Die Lösung: Der Shelly i4 DC. Das kleine Modul arbeitet mit 12-24V (perfekt fürs Bordnetz), verbindet sich per WLAN mit meinem System und bietet vier potentialfreie Eingänge. Potentialfrei bedeutet maximale Flexibilität – ich kann später jeden beliebigen Taster anschließen, ohne auf Spannung oder Polarität achten zu müssen. Das Modul selbst ist kaum größer als eine Streichholzschachtel und passt problemlos hinter die Blende.
Die Installation: Plug-and-Play dank Montagerahmen mit Halterung


Der Einbau war überraschend entspannt. Die alte Steckdose raus, die neue Shelly-Doppelblende montieren. Der Clou: Alles kommt aus dem Shelly-Sortiment – Blende, Schuko-Einsatz und der Vierfach-Taster. Das i4 DC wird mit dem mitgelieferten Montagerahmen einfach hinten an den Taster geklippt. Kein Gefummel, alles passt perfekt zusammen. Die 12V-Versorgung lag bereits an der Steckdose an – ideal. Das Modul angeschlossen, und die vier Taster mit den Eingängen verbunden
Die Konfiguration lief über die Shelly-App: WLAN-Verbindung herstellen, ins Heimnetz einbinden, fertig. Jeder Taster bekam seine Funktion: Taster 1 steuert das Küchenlicht, Taster 2 das Deckenlicht, Taster 3 – und das ist der Gamechanger – das Außenlicht an der Schiebetür. Taster 4 halte ich flexibel für weitere Funktionen. Vielleicht die Markise oder eine zusätzliche LED-Leiste, mal schauen. Die Integration in mein bestehendes System mit dem Raspberry Pi war dank nativer Shelly-Integration für Home-Assistant schnell erledigt.
Schnell noch den Schuko-Stecker und die Blende installiert und fertig.
Die Praxis: So funktioniert’s beim Camping

Jetzt, nach einigen Wochen im Einsatz, möchte ich die Lösung nicht mehr missen. Schiebetür auf, Hand automatisch zum Taster, Außenlicht an – alles in einer fließenden Bewegung. Nachts ist das Gold wert! Kein Suchen, kein Tasten. Und wenn man mal aussteigt und vergisst das Licht auszuschalten muss man nicht erst das Handy rauskramen, um das Licht zu steuern.
Fazit: Kleine Investition, riesiger Komfortgewinn
Für etwa 25 Euro für den Shelly i4 DC plus ein paar Euro für Taster und Kleinmaterial habe ich meinen Kastenwagen deutlich aufgewertet. Die Installation dauerte keine zwei Stunden, Löcher bohren oder Kabelkanäle verlegen entfiel komplett. Das Killer-Feature bleibt der Außenlicht-Taster direkt an der Schiebetür. Wer einmal nachts ohne Taschenlampe den Weg zur Toilette gefunden hat, weiß das zu schätzen.
Mein Tipp an alle Kastenwagen-Selbstausbauer: Schaut, ob ihr nicht irgendwo eine alte Steckdose oder einen ungenutzten Schalter habt, den ihr smart nachrüsten könnt. Mit WLAN-Modulen wie dem Shelly i4 DC spart ihr euch das Kabelverlegen und bekommt trotzdem moderne Heimautomatisierung in den Van!

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